von Schüler zu Schüler

Je nach Fähigkeit des jeweiligen Fahrers stellen sich erste Erfolge bereits nach fünf Minuten ein, nach fünfzehn bis zwanzig Minuten sind fast alle Schülerinnen und Schüler in der Lage das Waveboard zu fahren.

Erfahrungsgemäß gibt es in jeder Klasse mindestens zwei bis drei Schüler mit motorischen Auffälligkeiten, Tendenz leider steigend. Diese kann der Workshopleiter individuell anleiten, während die Klassenkameraden in Partnerübungen das Fahren erlernen. In den vielen, bisher angebotenen Schulprogrammen haben wir die Erfahrung gemacht, dass gerade motorisch schwächere, zu Übergewicht neigende oder sportlich unsichere Kinder sehr motiviert sind, das Fahren mit dem Waveboard zu erlenen. Mieden einige dieser Schüler zu Anfang des Workshops zum Beispiel den Körperkontakt zu ihrem Partner, nahmen kaum Blickkontakt auf oder fielen durch extreme Starrheit der Haltung auf, lockerten sie zunehmend auf, stellten Fragen und versuchten beinahe unermüdlich auf dem Waveboard zu fahren. Mit Erfolg. Angetrieben von diesem Erfolgserlebnis trauen sich Schüler mit motorischen Auffälligkeiten schnell mehr zu. Genau wie ihre Mitschüler fahren sie durch einen Parcour oder Slalom, versuchen einen Ball zu fangen oder während des Fahrens in die Hocke zu gehen und einen Gegenstand aufzuheben.

Fragt der Workshopleiter, welche Körperteile während des Fahrens besonders beansprucht werden, so sind die Antworten oft unterschiedlich. Manche Kinder geben an, Anspannungen in den Armen zu verspüren, einige an der Taille oder im Bereich der hinteren Beinmuskeln. Dies liegt daran, dass jeder Schüler die Bewegungen auf dem Waveboard individuell umsetzt.

Auch die jeweilige Körperhaltung unterscheidet sich von Schüler zu Schüler. Kinder mit geringen oder keinen Auffälligkeiten bewegen sich fließend und geschmeidig mit gebeugten Knien. Besonders heranwachsende Jungen beugen den Oberkörper beim Fahren stark vor. Einige Kinder, zum Beispiel jene mit motorischen Auffälligkeiten, halten sich sehr aufrecht und konzentriert. Auch eine Versunkenheit in die eigene Bewegung mit Blick zum Boden wird hin und wieder beobachtet. In solchen Fällen achtet der Workshopleiter darauf, dass die Fahrer ihr Umfeld stärker und besser wahrzunehmen und auf die Mitschüler reagieren.

Wir konnten auch beobachten, dass sportlich sehr aktive und erfolgreiche Schüler  (zum Beispiel Fußballer) feststellen, dass sie „hüftsteif“ sind und gelegentlich länger brauchen, das Waveboard zu beherrschen. Oftmals geht diese Erkenntnis mit wachsendem Verständnis für eher sportlich schwache Mitschülern einher.